Schreibmaschine (Illu: b&u)

Hier ein kleiner Pressespiegel der letzten Jahre.

Die Artikel liegen teilweise in Textform, teilweise alternativ im Original
bzw. in beiden Versionen vor.


Übersicht:
 
 
”Lyra-Mandolinen begeistern”
    (ST, 05.10.2009

 
“Musikgenuss bei der Lyra”
    (SM, 05.010.2009)

 
"Mandolinen ließen die Sonne scheinen"
    (RGA, 11.11.2008)

 
"Musik zum Genießen ..."
    (SM, 09.11.2008) (im Original)

 
"Spanische Klänge"
    (ST, 09.11.2008) (im Original)

 
"... von Sao Paulo bis Tokio"
    (ST, 01.11.2008) (im Original)

 
"Lyra unter neuer Leitung"
    (SM, 13.11.2007)

 
"Schöne Töne am Vogelsang"
    (ST, 12.11.2007)

 
"Imposantes Orchester"
    (SM, 23.10.2006)

 
"Wolgaschiffer und klingende Mandolinen"
    (ST, 23.10.2006)

 
"Dornenvögel und ‘My fair lady’ gezupft"
    (ST, 24.10.2005)

 
"Stahlsaitengewitter im Konzertsaal"
    (SM, 17.11.2003)

 
"Mit viel Elan auf die 100 zu"
    (ST, 17.11.2003)

 
"Diesmal kam uns die Lyra russisch vor"
    (SM, 11.11.2002)

 
"Lyra lud ... zur musikalischen Reise ein"
    (ST, 12.11.2000)

 
"Zauberhafte Mandolinen"
    (ST, 6.11.2000)

 
"Zupfmusik ließ Herzen höher schlagen"
    (OA, 5.11.1999)

 
"Farbige und schwungvolle Melodien"
    (ST, 7.6. 1999)

 
"Zupfmusik verbindet drei Generationen"
    (ST, 3.6.1998)

 
"Junge Preisträger mit schönen Soloeinlagen"
    (SM, 3/98)

 
"Mit der Lyra auf Europareise"


ST    = Solinger Tageblatt
SM   = Solinger Morgenpost
RGA = Remscheider Generalanzeiger
OA   = Ohligs Aktuell
 

ITALIENISCHES HERBST-KONZERT

„Lyra”-Mandolinen begeistern

Raus aus dem verhangenen Herbsttag, rein ins sonnige Italien: Am Schulzentrum Vogelsang entführte am Samstag Nachmittag das Mandolinen-Orchester „Lyra” mit seinem Programm „Bella Italia" rund 100 Besucher auf die schöne Halbinsel.
Eingeleitet von der Ouvertüre San Giusto, folgte ein schöner Querschnitt von Concerto Echo (Solo-Mandoline: Constantin Brosda) über Isola Bella bis zum neapolitanischen Tanz Tarantella. Dem Dirigenten Marco Schmidt gelang hier ein sorgfältig akzentuiertes, stimmungsvolles Arrangement.
Einer der zahlreichen Höhepunkte in einem durchweg qualitativ sehr hochwertigen und begeisterndem Programm war das Gitarren-Duo Oliver Gier und Marco Schmidt mit La Cenerentola („Aschenputtel", Ouvertüre) mit seinem akzentuierten und feinfühligen Arrangement. Begeisterten Applaus erhielt auch nicht zuletzt Bariton Wolfgang Krupp. Der gebürtige Solinger eroberte mit „Dunkelrote Rosen" und „Torna a Surriento" die Herzen des einfühlsamen Publikums. Die Zugabe „O Sole Mio" musste sogar noch einmal wiederholt werden. Das 1913 gegründete Mandolinen-Orchester hat viele langjährige Mitstreiter. Geehrt wurden daher für ihre zehn- und 15-jährige Mitgliedschaft: Hans Krimmel, Andreas Do-ney (Kontrabass), Marliese Issmer und Doris Paas. Eine Ehrenurkunde der besonderen Klasse erhielt Gerda Pagel: Sie begleitet den Verein seit nunmehr 60 Jahren, sf

(ST 05.10.2009)

im Original

Musikgenuss bei der „Lyra”

(wgü) Die „Lyra”, gegründet 1913, ist eines der ältesten Mandolinenorchester in Deutschland. Auch dort hat man erkannt, dass ein Konzert heutzutage mehr bieten muss, als nur das eigene Repertoire zu präsentieren. So waren zum Konzert mit dem Titel „Bella Italia" nicht nur die treuen Freunde des Orchesters gekommen, auch viele andere Interessenten an der Zupfmusik füllten am Samstag die Aula des Schulzentrums Vogelsang. Seit fast drei Jahren steht das Orchester unter der Leitung von Marco Schmidt, er ist selbst ein Virtuose der gezupften Musik.
Die Arbeit mit diesem Musiker hat dem Orchester deutlich gut getan, die drei Sätze des „Concerto Echo" von Gian F. Eterardi, einem Komponisten des Barock, waren der beste Beweis für die hohe Qualität des Zupforchesters, das mit Constantin Brosda einen brillanten Solisten in seinen Reihen hat. Nicht zuletzt auch durch die Verpflichtung eines Gesangssolisten wurde das Konzert sehr abwechslungsreich.
Der Solinger Bariton Wolfgang Krupp ist oft in den Eigeninszenierungen im Theater zu erleben, hier wurde er durch die „Lyra" begleitet und sang Arien und Lieder von Mozart bis Millöcker.

Mitglieder geehrt

Hanz-Rolf Koch, Vorsitzender des Orchesters, konnte im Verlauf des Konzerts auch mehrere Mitstreiter für zehn und 15 Jahre Mitgliedschaft ehren. Ganz besonders viel Beifall nahm Gerda Pagel neben ihrer Urkunde entgegen, sie spielt schon seit 60 Jahren die Gitarre in dem Orchester der Zupfinstrumente. Die Gitarre - genau gesagt zwei Gitarren - sorgten im Herbstkonzert der „Lyra" auch für einen besonders begeisternden Programmpunkt. Marco Schmidt bildet mit seinem Partner Oliver Gier das Rückgrat des Ensembles „Saitenwind", im Herbstkonzert des Orchesters spielten sie solo die für zwei Gitarren arrangierte Ouvertüre zur Oper „La Cenerentola" (Aschenputtel).
Dieses schöne Vorspiel zu einer der witzigsten Opern Rossinis erfreut mit sprühenden Einfällen, die beiden Gitarristen bewältigten die hohen Anforderungen dieser Musik virtuos. Viel Beifall dankte den Musikern für den Musikgenuss.

(SM 05.10.2009)

im Original


 

Mandolinen ließen die Sonne scheinen

Von Milena Laatsch

“Viva España” hieß es in der Aula des Röntgen-Gymnasiums, als dort am Wochenende das Ensemble “Saitenwind” und das Solinger Mandolinen-Orchester “Lyra” aufeinander trafen. “Der heutige Abend steht unter dem Thema ‘Spanische Impressionen’ ”, erklärte der Leiter des Mandolinen-Orchesters Marco Schmidt:

”Es ist das erste Mal, dass wir gemeinsam mit dem Remscheider Ensemble ein solches Konzert geben.” Nach einem vorangegangenen Auftritt in Solingen begeisterten die Musiker auch das Remscheider Publikum mit ihrer außergewöhnlichen Musik und entführten in die Welt Spaniens. “Wir haben für unser Programm nicht nur spanische Komponisten ausgesucht, sondern auch Menschen, die die spanische Musik als Souvenir aus dem Land mitgebracht haben und damit Erinnerungen wecken”, berichtete Schmidt. So sorgte, neben vielen typisch spanischen Liedern, unter anderem auch das Stück “Ibicenca-Suite” von Karl-Heinz Keinemann für Urlaubsstimmung.

Astrid Ruckebier singt “Vier Seguidillas”

Ein Highlight des Abends waren die von Astrid Ruckebier gesungenen, “Vier Seguidillas” von Fernando Sor, eine eigentlich spanische Gedichtsform aus dem 19. Jahrhundert, in denen es vor allem um die Liebe und das Leben geht.

»”Wir nutzen viele klischeehafte Bilder in unseren Stücken, um die typisch spanische Atmosphäre zu schaffen”, erklärte Leiter Marco Schmidt. ”Für uns ist es besonders schön, die beiden Programme des Ensembles und des Orchesters zu mischen. So ergeben sich viele Kombinationsmöglichkeiten, vor allem auch durch die Gitarren und Flöten.”

(RGA, 11.11.2008)
 

 

“Lyra” unter neuer Leitung

VON WOLFGANG GÜNTHER

Beim Herbstkonzert im gut besuchten Schulzentrum Vogelsang stellte Vorsitzender Hans-Rolf Koch den Kammermusiker Marco Schmidt als neuen musikalischen Leiter des Mandolinen-Orchesters „Lyra” vor. Mit ihm haben sie bestimmt eine gute Wahl getroffen, denn der vielseitige Musiker hat sein Solisten-Diplom in der Tasche und ist von Weltstars der Musik unterrichtet worden. Seine Handschrift ist schon zu erkennen, er lässt das Orchester sehr abgestuft musizieren, stellt einzelne Gruppen heraus und drosselt den Orchesterklang in lyrischen Momenten.

Eine bunte Mischung deutscher und internationaler Volksmusik stand auf dem Programm, die Reise begann im Süden mit einer „Schwäbischen Ouvertüre" von Rudolf Krebs, ging ins Rheinland mit Tänzen aus der Kölner Bucht und fand ein vorläufiges Ende mit einer Zupfmusik-Suite aus dem Saarland. Einen kurzen Weg „über die Wupper" mussten die Gäste des Mandolinen-Orchesters auf sich nehmen. Der Wuppertaler Quartettverein „Kohlfurther Brücke" ist einer der ältesten Chöre in Solingens Nachbarstadt. Nun darf man den Namen nicht missverstehen, es handelt sich um einen großen, gemischten Chor, der auch unter der Leitung von Marco Schmidt steht. Die Cronenberger erfreuten mit frischem Gesang, es erklangen einige der schönsten deutschen Volkslieder. „Muss I denn...”, „Am Brunnen vor dem Tore” und viele andere Lieder waren auch in dem anheimelnden Potpourri „Unter der Dorflinde” zu hören, mit dem das Orchester den ersten Teil beendete.

Instrumentale Reise

Giacomo Sartori (1860-1946) war ein Virtuose an der Mandoline, er hat viele Werke für dieses Instrument komponiert. Seinem romantischen „Gesang der Engel” folgte gleich der „Canto del Diavolo”, aber vor dem musikalischen Teufel aus Italien musste man sich fürchten, umso mehr aber der Virtuosität des Orchesters Applaus zollen. Bevor die instrumentale Reise in Russland ihr Ende fand, beschwingte noch einmal der Gesang des Quartettvereins. Hier hatten sich Partner zu einem Konzert gefunden, die sich sehr gut ergänzten. Das war natürlich auch dem gemeinsamen Chef am Pult zu danken.

Großes Lob

(wgü) Vorsitzender Hans-Rolf  Koch spielt seit mehr als 60 Jahren beim Mandolinen-Orchester „Lyra". Er hat viel erlebt, unter vielen verschiedenen Dirigenten gespielt. Sein Lob für den neuen musikalischen Leiter Marco Schmidt lässt sich wohl nicht mehr steigern. „Der Mann spielt gleich mehre Instrumente, ist Kammermusiker und als Dirigent ein echtes Phänomen", berichtete er den Zuhörern beim Konzert des Zupforchesters.

(SM 13.11.2007)

im Original 

Schöne Töne am Vogelsang

164 Saiten, 60 Stimmbänder, Technik. Rein akustisch boten das Mandolinen-Orchester „Lyra" und der Chor „Wuppertaler Quartettverein" am Samstagabend ein gut besuchtes Konzert im Schulzentrum Vogelsang. Das Repertoire reichte von altbekannten deutschen Volksliedern über italienische Werke bis zu russischer Folklore und wurde im Wechsel von Chor und Orchester vorgetragen.

„Wir geben seit 1913 jedes Jahr unser traditionelles Herbstkonzert", berichtete Hans-Rolf Koch stolz. Der Vorsitzende der „Lyra" freut sich als eines der ältesten Mitglieder, dass sich auch junge Menschen für die Musik begeistern. „Wir sind bunt gemischt vom Studenten bis zum

Rentner." Dirigent Marco Schmidt ist für beide Musikvereine des Abends zuständig. „So kam es auch zu der Konzert-Kooperation", erklärte er. „Es ist doch schön, wenn die Vereine Konzerte in wechselnden Konstellationen geben."

Beim Publikum kam das gut an. „Die Volkslieder kenne ich noch aus der Schule", sagte Inge Schneider begeistert. „Und auch der Klang der Man-dolinen ist wunderschön." Außerdem sei es immer toll, wenn eine Gemeinschaft Musik mache und nicht nur ein Solokünstler, so Ehemann Günter Schneider. Besucher Thomas Grunwald schwärmte für die instrumentale Besetzung. „Das Orchester bringt die Stücke einfach überzeugend und einfühlsam rüber." awe

(ST 12.11.2007)

im Original 

 

Imposantes Orchester

 VON WOLFGANC GÜNTHER

 „Gesang und Saitenklang" stand als Motto über dem Herbstkonzert der Lyra. Mit der, den Zupfinstrumenten bestens ins Konzept passenden, „Pizzicato-Polka" von Johann Strauß war der richtige Einstieg für den Saitenklang gefunden. Das Solinger Mandolinenorchester hatte die Musiker der Wuppertaler Mandolinengesellschaft zu Gast, somit saß ein imposantes Zupforchester auf der Bühne der Aula des August-Dicke-Gymnasiums. Die größere Anzahl Gitarren, dazu zwei Kontrabässe, verstärkten den Sound erheblich. Der Wuppertaler Gregor Freute ist der musikalische Leiter von beiden Ensembles, diesmal hatte er ein interessantes Programm, abseits der gewohnten italienischen Folklore einstudiert. Die Lyra machte dem Geburtstagskind Wolfgang Amadeus Mozart ihre Referenz, leider musste das Orchester im weiteren Verlauf des Konzerts etwas improvisieren, weil eine Instrumentalsolistin plötzlich erkrankt war. Der Höhepunkt des Orchesterspiels war aber die Wiedergabe einer Suite in fünf Sätzen mit irischer Musik des deutschen Komponisten Bruno Szordikowski. Aber noch andere Gäste aus Wuppertal warteten auf ihren Auftritt. Ihr Name ist mit „Halb und 1/2” ein wenig kompliziert, dahinter verstecken sich zwei Damen und zwei Herren, die ein breites Repertoire im A-cappella-Gesang haben. Bereits im ersten Teil war ihre Vielseitigkeit zu hören, sie geht vom klassischen Mozart bis zum spätromantischen Rheinberger, vom deutschen Volkslied bis zum amerikanischen Spiritual.

 Nach der Pause begaben sie sich mit der Musik von Orlando di Lasso in die deutsche Hochrenaissance und imitierten die passenden Instrumente gleich mit dazu. Geschickt arrangierte Volksweisen aus Russland bildeten den Abschluss des Auftritts der Lyra und ihren Orchesterfreunden aus Wuppertal. Aber natürlich wurde auch hier eine Zugabe erklatscht. Anton Karas hatte mit seiner Zither und nur einer Melodie Weltruhm erlangt, aber von einem ganzen Orchester gezupft, hört sich das Thema aus dem Film „Der dritte Mann" womöglich noch besser an.

(SM 23.10.2006)

im Original 

Wolgaschiffer
und klingende Mandolinen

 (KG) 30 Jahre gehört Kassiererin Ingrid Schulz der „Lyra" an, und nicht weniger als 60 Jahre ist Hans-Rolf Koch, der erste Vorsitzende, dabei. Da kann man wirklich von einem Traditionsverein sprechen. Beide wurden im Rahmen des Konzertes geehrt, das am Samstag in der Aula der August-Dicke-Schule stattfand. Zahlreiche Freunde des Mandolinen-Orchesters hatten sich eingefunden, um sich zwei Stunden mit „Gesang und Saitenklang" auf das Beste unterhalten zu lassen.

 Dirigent Gregor Preute hatte neben der „Lyra" auch das Wuppertaler Mandolinen-Orchester auf die Bühne gebeten, so dass sich ein imponierender Klangkörper präsentierte. Von der „Pizzicato Polka" des Wiener Walzerkönigs Strauß bis zu den „Wolgaklängen" wurde mit Schwung und Präzision musiziert. Für den Gesang sorgte das Vokalquartett „Halb und 1/2". Zu dem hellen, klaren Sopran von Annette Marquardt gesellten sich Beate Bernsmüller, Michael Czischke und Stefan Bernsmüller mit ihren angenehmen Naturstimmen. Schon im „Ave verum" von Mozart beeindruckten sie mit der Musikali- ... (Rest fehlt leider, Anm. d. Red.)

(ST 23.10.2006)

im Original 

 

Mandolinen-Orchester Lyra spielte in der ausverkauften Halle des Schulzentrums Vogelsang

Dornenvögel und “My fair lady” gezupft

(klio) Mandolinen und Mondschein gehören, seit Peter Alexander vor einigen Jahrzehnten diese Verbindung besungen hat, untrennbar zusammen. Die Kombination von Mandolinen und Solingen mag vielleicht weniger bekannt sein, funktioniert aber schon wesentlich länger.

Und immer noch hervorragend, wie das Mandolinen-Orchester Lyra Solingen 1913 e. V. am Samstag bei seinem Konzert in der ausverkauften Aula des Schulzentrums Vogelsang unter Beweis stellte. Rund zwei Stunden lang unterhielten die Musikerinnen und Musiker das Publikum mit einem Streifzug durch die Welt der Musicals, mit Gospels, Filmmusik und Spirituals.

Unterstützt wurden sie dabei stimmlich von den neun Sängerinnen der “Kleinen Harmonie” aus Solingen unter der Leitung von Karin Emme, der Mezzo-Sopranistin Marlies Zimmermann sowie musikalisch von der Wuppertaler Mandolinengesellschaft. Das Zusammenspiel der Orchester funktionierte jedenfalls absolut harmonisch — werden doch beide von Gregor Preute, der beim Konzert zudem als musikalischer Leiter fungierte, dirigiert. Außerdem rundeten die beiden Solo-Musikerinnen Tanja Karnstein, die Solo-Mandoline spielte, und Flötistin Gisela Laag das reiche Programm mit ihrem Können weiter ab. Dem Publikum gefielen die ungewöhnlichen Interpretationen bekannter Stücke: Wer hat schon jemals vorher die Titelmelodie der Dornenvögel oder einen Musical-Querschnitt aus ”My fair lady" nur von Zupfinstrumenten gespielt gehört? Die Zitherballade aus dem Film “Der dritte Mann” liegt da schon näher, aber auch dieses Stück bekam durch das Mandolinen-Orchester einen ganz neuen Anstrich.

Außergewöhnlich gestaltete sich auch die klassische Interpretation der Gospel-Songs der “Kleinen Harmonie”, die sich zwar von der traditionellen Darbietung durch ihre Exaktheit unterschied, aber nicht minder reizvoll war.

(ST 24.10.2005)

im Original 

 

Das Mandolinen-Orchester feierte sein 90-
jähriges Bestehen - mit Gästen aus Frankreich

“Stahlsaitengewitter” im Konzertsaal
 
Von MARTIN KRÄMER

Musik kann so überzeugend sein. Und so schön. Das Publikum applaudierte; die Rührung war groß. Anderes war auch nicht zu erwarten: Entspannt, professionell und mit einem hörbarem Spaß ging das Mandolinen-Orchester “Lyra” ans Werk. Ein “Stahlsaitengewitter” erbebte im Konzertsaal, als 40 Mandolinen und Gitarren gleichzeitig gezupft werden.

Das Mandolinen-Orchester schaut auf eine sehr bewegte Vergangenheit zurück. Hemmend ist dies manchmal, wenn man an früheren Erfolgen gemessen wird. Dieses Gefühl war bei den über 40 Musikern auf der Bühne aber nicht im Gesicht zu erkennen. Sie zupften auf ihren Instrumenten mal zart mal hart und gaben ihren Liedern einen eigenen Stil, an dem sich Gefühle und Gedanken der Besucher anlagern konnten.

Wer die Menschen erreichen will, muss bereit sein, einfache Botschaften zu schicken. Alle Noten zu spielen, reicht in so einem Fall nicht aus. Die Musiker sind gefordert, ihren Instrumenten Töne zu entlocken, die den Zuschauern immer neue Horizonte öffnen. Eine tolle Vorstellung, tolle Musik. Die Hingabe - wenn nicht gar Liebe - mit der das Mandolinen-Orchester und der Sängerbund Gräfrath 1846 Johann Strauß und Giuseppe Verdi präsentierten, ließ kaum einen Besucher ruhig sitzen. Das fulminante Konzert fing die Zuhörer durch Melodien zum Mitsummen ein. So bei Johann Strauß “Im Feuerstrom der Reben” aus der Operette “Die Fledermaus”. Bei einigen Besuchern schlugen die Herzen bei “Brüderlein, Brüderlein und Schwesterlein” höher.

Lieder vom Sängerbund Gräfrath

Deutsch-französische Freundschaft wurde auch auf der Bühne zelebriert. Eingeladen waren das Mandolinen-Orchester   “Chalon-Estudiantina” aus Solingens Partnerstadt Chalon-sur-Saône. Leider hatten sich nur acht Musiker auf den Weg nach Solingen machen können, so dass der Zuschauer von ihrem Können nichts geboten bekam, da sie sich unter die Solinger mischten.

Neben dem Mandolinen-Orchester bewies auch der Sängerbund Gräfrath 1846 Musikverständnis und überzeugte das Publikum mit Liedern, die zum Nachdenken einluden, so die “Klänge der Freude” von Edward Elgar als auch die tschechischen Tanzlieder von Wilhelm Heinrichs.

Der einzige Aufreger an diesem Abend: ein Handy-Bimmeln. Die Zuschauer wurden aus ihren “Träumen” gerissen. Es machte sich Entsetzen breit. Würde jetzt der Leiter des französischen Orchesters Roger Remandet abbrechen? Der Schrecken währte nur kurz und die Musiker spielten weiter. Solche Situationen machen ein Live-Konzert aus. Schade nur, dass nicht die breite Masse zu solch erfolgreichen Konzerten erscheint.

(SM 17.11.2003)

im Original 

 

Mit viel Elan auf die 100 zu

90 Jahre Mandolinenorchester “Lyra” bewies:
Kein bisschen altmodisch sind diese Instrumente, die soviel unterschiedliche Stimmung dem Publikum vermitteln können

(mue) 90 Jahre Mandolinenorchester “Lyra”, das älteste in Nordrhein-Westfalen, “unsere” Lyra. Das Jubiläumskonzert am Samstag im Konzertsaal wurde sehr eindrucksvoll mit zirka 250 Jahren Musikliteratur zusammengestellt. So wurde aus den zweieinhalb Stunden Konzert eine kurzweilige Reise durch die Jahrhunderte. Konzertant, die “Sinfonia concertante” von Joh. Fr. Edelmann (1749-1794). Die Lyra vermittelte mit Eberhard Wolfgang Emmert an der Orgel ein Erlebnis klassischer Musik.
Mit “Märchenbilder”, beispielsweise, von Theodor Ritter (1883-1950) konnte das Orchester beweisen, zu welcher Stimmung seine Instrumente fähig sind.
Schließlich das Moderne: Aufregend und anregend, die Uraufführung “Once upon an time”, ein dreisätziges Werk des 1955 geborenen Franzosen Jean Pierre Yraeta, Freund aus Chalon sur Sa
ône. Das Mitglied des Mandolinenorchesters “Estudiantina” aus unserer Partnerstadt widmete seine Komposition der “Lyra”: modern, spannend, die Möglichkeiten des Orchesters modern ausschöpfend. Herzlicher Beifall erhielt das Stück, das die volle Aufmerksamkeit des Publikums erreichte. Leider konnte der Komponist das nicht erleben. Wie viele seiner Orchestermitglieder hatte er für das Konzert aus beruflichen Gründen absagen müssen.

Die deutsch-französische Freundschaft aber, so betonte Bürgermeister Heinz-Eugen Bertenburg in seiner Begrüßungsansprache, zeige, wie Musik zur Völkerverständigung beitrage.

Wie lebendig Musik sein kann, dazu bedurfte es an diesem Abend keiner Worte. Auch der gemischte Chor des Sängerbunds Gräfrath trug mit den Darbietungen unter seinem Dirigenten Hans Jürgen Fleischer zur Freude des Publikums bei: Einfühlungsvermögen, Disziplin und Temperament machten sich breit.
Also: Gregor Preute, Lyra-Dirigent, hatte ein gutes Händchen für das Jubiläumskonzert.

(ST 17.11.2003)

im Original 

 

Diesmal kam uns die “Lyra” russisch vor

Mandolinen-Orchester mit beliebten Melodien
 
Von WOLFGANG GÜNTHER

Müssen andere Veranstalter um ihre Zuhörer bangen, so sind die Konzerte des  Mandolinenorchesters  ,,Lyra" stets sehr gut besucht. Doch auch die Bühne im Schulzentrum Vogelsang war diesmal besonders dicht besetzt. Des Rätsels Lösung: Der Dirigent Gregor Preute hatte die Musiker der Wuppertaler Mandolinengesellschaft mitgebracht, die auch von ihm geleitet wird. In Zukunft gestalten beide Orchester ihre Konzerte gemeinsam.

Preute ist nicht nur Dirigent, sondern auch Arrangeur. Seine Bearbeitungen von zwei Tschaikowsky-Stücken standen am Beginn des Konzertes. Waren die Musikerinnen und Musiker beim “Lied ohne Worte” noch etwas nervös, erklang anschließend die “Barcarole” bereits wie aus einem Guss. Feinstes Piano eröffnete das ,,Präludium D-Dur" von Schostakowitsch. Sein “Second Waltz” ist ungleich zupackender und fulminanter.

Zu Beginn seiner Karriere bekam der Solinger Tenor Uwe Buchmann eine Chance bei der “Lyra” und seitdem hält er dem Orchester die Treue, auch wenn seine Laufbahn inzwischen in eine andere Richtung weist. Das “Wolgalied” war der Höhepunkt des ersten Teils, der mit einer Ehrung für Dorothee Würges für 30-jährige Mitgliedschaft begonnen hatte. Das melancholische Russland und das ausgelassene und tänzerische - kurz gesagt, alle Aspekte der russischen Seele erklangen in “Wolgaklänge” von Theodor Ritter. Uwe Buchmann wurde bei “Kalinka” und der Ballade “Stenka Rasin” von Choul Won Pyun am Flügel begleitet. “Kalinka” ist ein Paradestück für einen Tenor, auch Buchmann glänzte damit.

Mit hauchzarten Tönen erklingt aus der Ferne die “Kosakenpatrouille”. Sie kommt näher, zieht vorbei und entfernt sich wieder. Das war eine schöne Leistung der “Lyra”, rhythmisch exakt und feinstens abgestimmt. Orchester und Solist sangen und spielten gemeinsam das Lied “Abendglöckchen”. Da kam noch einmal die wunderschöne Stimme von Uwe Buchmann zur Geltung. Aus einem baritonalen Fundament gelingt der Ubergang in die Kopfstimme mühelos. Das alberne “Hodscha” zum Abschluss hätte man sich aber sparen können.

Uwe Buchmann ist ein bodenständiger Sänger: Er gastiert immer wieder bei den Chören und Orchestern, die ihn in seiner Anfangszeit unterstützt haben. Seine Karriere sollte ihn bald aus der Klingenstadt hinaus führen, denn er hat das Zeug zu einem Künstler überregionalen Ranges.

(SM, 11.11.2002)

im Original 

 

"Lyra" lud Konzertbesucher zur musikalischen Reise ein

Das Mandolinen-Orchester begeisterte mit einer Uraufführung

(lbl) Südliche Klänge, die Träume von Sonne und Lebensfreude erweckten, konnten die Zuhörer des Herbstkonzertes des Mandolinen-Orchesters "Lyra" Solingen 1913 e.V. am Samstag genießen. Die Heimat des Mandolinenspiels ist Italien und die Solinger "Lyra" ließ das Geburtsland mit dem "Concertino Veneziano" von R. Paulsen-Bahnsen im Schulzentrum Vogelsang aufleben.

Der bekannte Solinger Tenor Uwe Bachmann trug zusammen mit der Pianistin Rena Schlemper "Pieta Signore" von A. Stradella und "Questo quella" aus Verdis Rigoletto vor. Auch bei der "Torna a Surriento" überzeugte die klassische Kombination von Tenor und Klavier. Das Mandolinenorchester erfreute sein Publikum aber nicht nur mit einem abwechslungsreichen Programm bezogen auf die Instrumente sondem auch durch die vielseitige musikalische Reise, die neben Italien auch in Deutschland, Frankreich, England, Jugoslawien und Ungarn Halt machte.

Zudem zeichneten sich die Mandolinenstucke durch die verschiedensten Kompositionen aus zahlreichen Musikepochen aus. So fand "Amazing Grace" ebenso viel Anklang wie die Zigeuner-Ro manze "Joska". An dem zweistündigen Programm haben die rund 30 Mitglieder der "Lyra", unter der Leitung von Gregor Preute, lange gearbeitet. "Wir haben immer zwei große Konzerte im Jahr, unser Frühjahrs- und unser Herbstkonzert", berichtete Vereinsmitglied Klaus Schüller (66), seit 51 Jahren im Mandolinenorchester. Erst Anfang Oktober war das Orchester in Frankreich, mitgebracht haben sie die "Suite fantaisiste No. 2" des befreundeten Komponisten und Mandolinenspielers Jan-Pierre Yraeta. Die über 200 Zuschauer erlebten begeistert die gelungene Uraufführung.

(ST, 12.11.2001)

   im Original

 

Zauberhafte Mandolinen
 
Die ,,Lyra” begeisterte beim Herbstkonzert in der Festhalle
 
Von Jutta Lenz

Klangfarbige Tremolos erzeugen die große Spannbreite der Heimreise-Stimmung aus der gleichnamigen Ouvertüre von K. WöIki. Mal freudig-erwartungsvoll, mal melancholisch-düster malen die Musiker mit ihren Zupfinstrumenten ein mitreißendes Stimmungsbild.

Von einem begeisterungsfähigen Publikum in der Ohligser Festhalle präsentiert das Mandolinenorchester ,,Lyra” sein ,,Großes Herbstkonzert”. Mehrere Gitarren und ein Kontrabass runden den Klangkörper des Zupforchesters unter der Leitung von Gregor Preute ab. Neben der ,,Lyra” geben auch der Kirchenchor St. Cäcilia 1879 Solingen-Krahenhöhe und der Löhdorfer Männerchor  1889  beeindruckende Kostproben ihres musikalischen Könnens. Gereon Bürling, Chorleiter beider Ensembles, arbeitet sichtlich spürbar mit hochmotivierten Sängern.

Glockenhell und rein erklingt das “Jubilate” des Vespergesangs von K. Kämpf aus dem Sopran von ,,Cäcilia”. ,,Leise, leise, lasst uns singen ...” tönt es innig und gefühlvoll aus den Männerkehlen der “Löhdorfer” beim ,,Nächtlichen Ständehen” von F. Schubert.

In die Welt der Oper wird das Publikum im zweiten Ahendabschnitt  geführt.  Mandolinenklänge zaubern sehnsuchtsvolle Verdi-Melodien aus ,,La Traviata”. Der Männerchor entwirft die kecke Stimmung der Geschichte über einen jungen Postillon von W. Trapp.

Der Gefangenenchor aus Verdis Oper ,,Nabucco” vereint alle Mitwirkenden zu einem beeindruckenden und imposanten Finale, nicht nur aufgrund der überwaltigenden Personenzahl auf der Bühne.

Die langanhaltenden Schlussovationen für die Gesamtleistung des Abends können als Ermunterung und Ansporn verstanden werden, diese ,,Musiknische” in Solingen weiterhin zu pflegen.

(ST, 6.11.2000)

   im Original

 

Zupfmusik ließ Herzen
höher schlagen
 
Musiker aus Chalon und Solingen gestalteten das Herbstkonzert der ,,Lyra" in der Festhalle

Ohligs. Für viele Solinger sind die gemeinsamen Konzerte des Mandolinen-Orchesters ,,Lyra" Solingen 1913 eV. und der ,,Estudiantina Chalon” längst kein Geheimtip mehr. Seit mehr als fünfundzwanzig Jahren halten die Solinger Musiker intensiven Kontakt zu Ensemblemitgliedern des Orchesters in der Solinger Partnerstadt Chalon. Alle zwei Jahre finden sich die Zupfbegeisterten zusammen - mal in Solingen, mal in Chalon - um trotz aller Unterschiede über die Sprache der Musik alte Freundschaften zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen.

Dass Projekte dieser Art eine vielversprechende Zukunft haben, zeigt sich an den hohen Zuwachsraten bei den Nachwuchsmusikern. Was über einen so langen Zeitraum gewachsen ist, verspricht Qualität, und so war es nicht verwunderlich, dass die Reihen im großen Saal der Ohligser Festhalle gut gefüllt waren, als Oberbürgermeister Franz Haug das Publikum zweisprachig zum diesjährigen Herbstkonzert der Partnerorchester begrüßte. Nach den Worten standen dann hinreißende Melodien im Vordergrund. Gregor Preute und Roger Remandet führten ihre Musiker mit viel Energie durch ein vielseitiges Programm, das nicht nur ,,Klassiker" wie Brahms, Haendel, Mozart, Strauß und Verdi bot, sondern auch weniger bekannte, dafür aber um so reizvollere Stücke, wie speziell für Zupforchester bearbeitete Melodien des 18. Jahrhunderts.

Beide Orchester bestachen das Publikum durch eine Freude am Spiel, die den Gesichtern anzusehen und den Instrumenten anzuhören war. Die Finger flogen mit einer Leichtigkeit über die Saiten, die für einen Laien nur schwer nachzuvollziehen ist, Solinger und Chaloner Musiker harmonierten phantastisch miteinander. Wer das Ereignis in der Festhalle verpasst hat, muss sich übrigens vier Jahre gedulden - oder das Solinger Orchester in zwei Jahren nach Chalon begleiten.

(OA, 5.11.1999)

im Original 

 

Farbige und
schwungvolle Melodien
 
Das Mandolinen-Orchester “Lyra” feierte sein Frühjahrskonzert vor begeistertem Publikum

Das am Samstagabend vom Mandolinenorchester  “Lvra”  im Schulzentrum Vogelsang aufgeführte  Frühjahrskonzert  mit Zupfmusik  aus  Deutschland, England, Schweden, Spanien und Italien fand vor gut besuchtem Publikum statt. Höhepunkte des Konzertes waren die altenglischen Kontratänze von Wilhelm Mohr, die Sonata III a grand orchestre von Valentin Röser, das Konzert Nr.11 in C-Dur für Flöte und Zupforchester von John Baston, Lied und Tanz aus Schweden und die Katalanischen Impressionen, beide für Akkordeon und Zupforchester.

In dem 3Oköpfigen Orchester, das  vom  Dirigenten  Gregor Preute mit dem nicht leicht aufzuführenden   Werk   "Concerto G-Dur" von Domenico Cimarasa stark gefordert wurde, sind erfreulicherweise auch jugendliche Mitglieder in allen Stimmen zu finden.

Bei der Auswahl für den zweiten Programmteil hatte man bewußt Wert auf rasant zu spielende Tänze und publikumswirksame Weisen gelegt. So glänzte Leni Setiadi als Solistin mit schönem kantilenem Ton und gefühlvollen Riterdandi auf ihrer Querflöte, und auch mit Sabine Reinert hatten die Lyra eine vortreffliche Akkordeon-Solistin gefunden.

Die Möglichkeiten schnellster Mandolinen- und Gitarrenläufe kostete Gregor Preute mit der abschließenden Tarantella von Gino del Vecovo voll aus, wobei das eingesetzte Schlagwerk diesem schnellen sizilianischen Tanz noch einen zusätzlichen Farbtupfer verlieh.

Dass Konzert wurde abgeschlossen mit der wunderschön gespielten Zugabe “Time to say goodbye”, die vom hauchzarten Pianissimo bis zu den in Fortissimo endenden Schlußakkorden einen nicht enden wollenden Beifall fand.

(ST, 7.6. 1999)

im Original 

 

Zupfmusik verbindet
drei Generationen
 
Mandolinenorchester ,,Lyra" pflegt Tradition und widmet sich auch der Musik der Moderne

(kr) Das älteste Mitglied ist gerade mal ein Jahr junger als das Orchester: Die “Lyra”, Solingens Mandolinenorchester, kann am 13. Juli ihren 85 Geburtstag feiern. Damit ist die “Lyra” das älteste Zupforchester im Bergischen Land, das drittälteste in NRW. Das jüngste Mitglied der “Lyra” ist zwölf Jahre alt. Die 31 Mitglieder gehören drei Generationen an und teilen ein gemeinsames Interesse: bei guten Konzerten Mandolinen- und Gitarrenmusik in die Zukunft zu tragen.

Bei der “Lyra” ist man stolz auf die lange Tradition des Orchesters. Auch auf den Namen: Die Lyra, das Instrument, das schon in der griechischen Antike gespielt wurde, zählt zu den ältesten Zupfinstrumenten der Welt.

Die Gründerväter, die den Namen in ihrem Probenlokal Herbeck in Höhscheid wählten, mußten sich bald auf die allgemeine wirtschaftliche Notlage einstellen. 1929 fanden die Proben deshalb privat bei den Mitgliedern statt, 1935 brauchten Erwerbslose nur noch 10 Pfennig wöchentlich an Beitrag zu bezahlen.

In der Chronik sind auch die Programme vieler Konzerte nachzulesen, die im Lauf der 85 Jahre gegeben wurden. 1940 übrigens das letzte in den Kriegsjahren bei Meis in Widdert “zugunsten des Kriegs-Winterhilfswerks”.

Das erste Nachkriegskonzert fand im Oktober 1946 statt. 1952 wurde Hans-Rolf Koch zum Vorsitzenden gewählt - er ist es bis heute. Ihm ist es zu verdanken, daß die “Lyra”  keine Nachwuchssorgen hat: Koch, pensionierter Exportkaufmann, ist seit 1978 als Mandolinenlehrer an der Musikschule tätig.

Vielleicht sind gerade für die jüngeren Orchestermitglieder die Auslandskontakte ein zusätzlicher Anreiz, jede Woche einmal (in der Friedenskirche in Aufderhöhe) unter Leitung von Gregor Preute hart zu proben. Seit 1972 besuchen sich die “Lyra” und das Mandolinen-Orchester   “Estudiantina” aus Solingens Partnerstadt Chalon-sur-Saône alle zwei Jahre gegenseitig und geben gemeinsame Konzerte. Auftritte mit Mandolinen-Orchestern aus Tokio und Sao Paulo gehören ebenfalls zu den Highlights, an die man sich gerne bei der “Lyra” erinnert.

Barockmusik, Romantik, Klassik, Volks-, Unterhaltungs- und geistliche Musik bis hin zur Moderne hat das Mandolinenorchester im Repertoire, tritt in unterschiedlichen Besetzungen auf. “Wir legen größten Wert auf Onginalkompositionen”, betont Hans-Rolf Koch, “und greifen dabei auch auf Beethoven zurück, der viel für Mandoline komponiert hat. Auch sein bekanntestes Werk, das Adagio ma non troppo, haben wir schon mehrmals aufgeführt.” Bei großen Konzerten in Solingen oder außerhalb werden zu den vom Orchester gespielten Instrumenten - Mandoline, Mandola, Gitarre und Kontrabaß - weitere eingesetzt: Cembalo, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Hörner, Schlagwerk - und auch Keyboard.

Bei diesen Gelegenheiten überzeugen die Mitglieder der “Lyra” daß Zupfmusik auch heute noch das Musikleben durch seine Vielfalt bereichert.

(ST, 3.6.1998)

im Original 

 

Mandolinen-Orchester Lyra in Humboldt-Aula

Junge Preisträger
mit schönen Soloeinlagen
 
Von BRIGITTE BADEN

Beim diesjährigen Frühljahrskonzeit - nur eines im Reigen der vielfältigen Aktivitäten im Jahresablauf des Mandolinen-Orchesters Lyra - ging es am vergangenen Samstag ganz bewußt um die vier jugendlichen Orchester-Mitglieder, die sich als Solisten vorstellen durften. Einen angemessenen Rahmen fand die Präsentation der Musiker, die zum Teil schon mehrfach erfolgreich beim Wettbewerb “Jugend musiziert” teilgenommen haben, in der gut besuchten Aula des Humboldt-Gymnasiums.

Breite musikalische Palette

Um möglichst jedem der aufmerksamen Zuhörer etwas zu bieten, war die Palette der musikalischen Darbietungen, von klassischen bis zu Musical-Melodien breit gefächert. So eröffnete die “Lyra” ihr Konzert, dessen Leitung in Händen von Gregor Preute lag, mit der Ouvertüre “L'étoile du bonheur” von Guiseppe Frendo. Mit seinem Auftritt in der nachfolgenden Sonate für Solo-Mandoline und Zupforchester von Guiseppe Zaneboni konnte Andreas Doney - er war der erste, der sich dem Publikum stellte - sein Können beweisen. Wie gut sie das Spiel auf der Flöte beherrscht, zeigte Solistin Leni Setiadi mit dem Rondoletto von Siegfried Stolte. Ihrer Schwester Patricia, gemeinsam mit Claudia Esser, gelang unter der exakt ausgeführten Leitung Gregor Preutes ein harmonisches Zusammenspiel beim Concerto Echo von Mario Monti, bei dem auch die schwierigsten Passagen perfekt gelangen. Gelungen auch die Umsetzungen der Variationen des Liedes “Kommt ein Vogel geflogen” durch das gesamte Zupforchester und die Darstellung der “Wetterlagen” von heiter bis wolkig, stürmisch und sonnig, unterstützt von Flöte und dem Keyboard, das Patricia Setiadi ebenso beherrscht wie die Mandoline.

Dirigent in Maske-Manier

“La Cumparsita” und “The Entertainer”  leiteten schließlich über zu “Memory” aus dem Musical “Cats”, ehe als Überraschung die begeistert erklatschte Zugabe “Conquest of paradise” einen gelungenen Abend beendete: den Einzug des Orchester-Leiters auf die  Bühne, wie Vorsitzender Hans-Rolf Koch es ausdrückte, “nach der Henry-Maske-Melodie”.

(SM, 3/98)

im Original 

 

Mit der ,,Lyra" auf Europareise
 
Zupforchester bereitete Zuhörern viel Freude
 
Von Christoph Baumgartner

Pünktlich um 19 Uhr startete das Mandolinen-Orchester “Lyra”, das in Solingen zum Begriff geworden ist, im Gymnasium Vogelsang eine musikalische Reise durch Europa. Dabei wurden den zahlreichen Zuhörern durch ihren gewandten Reiseleiter Gregor Preute - gleichzeitig natürlich auch musikalischer Leiter und Dirigent der Tour - viele bekannte und weniger bekannte, aber hörenswerte Melodien und Tänze präsentiert. Schön auch, dass sich die Fahrt über den Kontinent zudem auf einer groß an die Wand projizierten Europakarte mühelos geographisch verfolgen lies.

Nach der Abfahrt “Muss i denn, muss i denn ...” in einer künstlerisch verfeinerten Interpretation schwelgte das Ensemble bald in osteuropäischen Volksliedern und Tänzen: Eine polnische Mazurka, dessen rhythmisch charakteristische Raffinessen das Orchester prima hervorhob, gelang dabei mindestens genauso gut wie das sehnsuchtsvolle Lied der Taiga. Erstaunlich vor allem die große dynamische Spannweite des Zupforchesters, die sein Dirigent stilistisch zu nutzen wusste. In “Solvejgs Lied”, eine Bearbeitung aus der “Peer Gynt Suite” von Edvard Grieg durfte sich das aufmerksame Publikum in dem leisesten Orchesterpizzikato baden - auch die Gitarrenbegleitung des “schwedischen Liebeslied” von Konrad Wölki hätte wohl kaum romantischer ausfallen können. Schlags darauf offerierte die “Lyra” mit der Folk-Suite “Reel: Sally Gardens” eine (fast echte) irische Pub-Atmosphäre und wenig später mit “Zorbas Dance”  einen  griechischen Sirtaki. Vor allem der holländische  “Holzschuhtanz” aus der Oper “Zar und Zimmermann”, zeigte das technische Niveau des Orchesters. Beifall!

im Original  

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